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Phasen-orientierte Behandlung komplexer Traumastörungen

Host

PIE - Psychotraumatology Institute Europe

Lecturers

Dr. Onno van der Hart war Präsident der International Society for Traumatic Stress Studies (ISTSS). Als Psychologe, Psychotherapeut für Erwachsene, Familientherapeut und Forscher ist er Professor für Psychopathologie Chronischer Traumatisierungen an der Abteilung für Klinische Psychologie der Universität Utrecht in den Niederlanden und Psychologe/Psychotherapeut am Sinai Center for Mental Health in Amsterdam. Bis vor kurzem war er Leiter der Forschungsabteilung des Cats-Polm Institute ? eines Forschungsinstitutes für den Bereich sexuelle Ausbeutung und Vernachlässigung im Kindesalter in Zeist ist und leitender Psychotherapeut, spezialisiert auf die Behandlung von Patienten mit komplexen Traumastörungen am Mental Health Center Buitenamstel in Amsterdam. Neben vielen anderen Leistungen im klinischen Bereich und in der Forschung hat er zweimal die Auszeichnung Milton Erickson Award for Excellence für wissenschaftliche Veröffentlichungen der American Society of Clinical Hypnosis erhalten wie auch zweimal den Pierre Janet Writing Award für beste Veröffentlichung der International Society for the Study of Dissociation (ISSD). Er war und ist Mitherausgeber verschiedener wissenschaftlicher Zeitschriften, einschließlich des Journal of Traumatic Stress and Dissociation und hat verschiedene Bücher im Bereich Trauma und Dissoziation, Verlust und Gewalt geschrieben und über 100 Artikel in (peer-reviewed) wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht (einige Artikel können unter www.trauma-pages.com nachgelesen werden). Onno van der Hart ist ein ehemaligerVizepräsident und ?Fellow? der International Society for the Study of Dissociation (ISSD) und ?Fellow? der American Society of Clinical Hypnosis (ASCH). Sowohl national wie international ist er klinischer Supervisor für die Diagnose und Behandlung von komplexen, Trauma-bedingten Erkrankungen und gibt Vorträge und Workshops über komplexe Posttraumatische Erkrankungen (PTSD), Dissoziative Störungen und Behandlung von Traumafolgestörungen. Er hat auch Workshops über Hypnose und Familientherapie abgehalten. Zurzeit arbeitet Prof. Van der Hart zusammen mit den Kollegen Dr. Ellert Nijenhuis und Dr. Kathy Steele an einem theoretischen Ansatz für die Strukturelle Dissoziation der Persönlichkeit und für ein Behandlungsmodell, das die Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen mit traumatischem Ursprung zusammenfasst.

Dates

2006 - 20. and 21. January

Fees

2006 - 20. and 21. January: 330.00 €
Fee For All Dates: 0.00 €

Payment of fee please to the account:

Recipient: PIE - Helga Matthess

Account number: 200 010 395

Bank code number: 350 500 00

Bank: Stadtsparkasse Duisburg

IBAN: DE04 3505 0000 0200 0103 95

SWIFT-BIC: DUISDE33

Seminar - PIE004
Phasen-orientierte Behandlung komplexer Traumastörungen

Die phasen-orientierte Behandlung ist die Standardbehandlung für die Therapie von Patienten, die in der Kindheit chronisch traumatisiert wurden. Wenn auch viele erfahrene Kliniker diesen Ansatz tagtäglich in ihrer Praxis benutzen, mögen doch manche nach einem tieferen Verständnis für die Traumatisierung der Patienten und einer Verfeinerung ihrer Behandlungsstrategien suchen. Dieser Workshop soll diesem Ziel dienen.

Ausgangspunkt wird die Theorie der strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit sein (einschließlich der Adaptation von Janets Aktionspsychologie), die Onno van der Hart zusammen mit Ellert Nijenhuis und Kathy Steele entwickelt haben. Nach der Theorie der Strukturellen Dissoziation besteht die Traumatisierung in einer essentiellen Teilung der Persönlichkeit in eine oder mehrere Persönlichkeitsanteile, die hauptsächlich den Funktionen des täglichen Lebens und der Fortpflanzung dienen (d.h. dem Überleben der Spezies) und in eine oder mehrere Anteile, die an die traumatischen Erinnerungen fixiert sind und Reaktionen ähnlich wie bei Tieren bei der Verteidigung gegen reale oder vermutete Bedrohung zeigen (d.h. Überleben des Individuums).

Die verschiedenen Persönlichkeitsanteile üben verschiedene Funktionen aus, die von Aktionssystemen ausgeführt werden, die sich in der Evolution entwickelt haben. Das können Bindung, Erforschung, Spielen und Verteidigung sein, die sich in speziellen seelischen und Verhaltens-orientierten Aktionstendenzen manifestieren. Die strukturelle Dissoziation ist das grundlegende Merkmal für eine große Reihe von Trauma-bezogenen Störungen, einschließlich der PTSD (Posttraumatischen Belastungsstörung), der komplexen PTSD (als mögliche diagnostische Kategorie), der Borderline-Persönlichkeitsstörung, den in der ICD-10 aufgeführten Dissoziativen Störungen der Bewegung und des Körperempfindens und den dissoziativen Störungen nach den DSM-IV-Kriterien.


Angeregt durch die ?psychologie de la conduite? nach Pierre Janet, erklärt die Psychologie der Aktionen den Zusammenbruch der integrativen Kapazität eines Menschen während der Traumatisierung. Dies impliziert die Entwicklung der strukturellen Dissoziation und es beschreibt die Aktionen, sowohl seelisch wie auch im Verhalten, die diese strukturelle Dissoziation aufrechterhalten. Hier werden auch die spezifischen Verhaltensweisen hervorgehoben, die benötigt werden, um die integrativen Fähigkeiten zu verstärken, die Dissoziation aufzulösen und angemessener die Herausforderungen im Alltagsleben anzugehen.

Beides, sowohl der theoretische Ansatz wie auch die Phasen-orientierte Behandlung, die auf dem theoretischen Modell basiert, stellen die Basis für eine effektive Behandlung zur Verfügung. Unter anderem beschreiben sie jede Behandlungsphase in dem Modell, spezifische Phobien zu überwinden.

     

  • Die Phase 1, Stabilisierung und Symptomreduktion, ist ausgerichtet auf die Überwindung der Phobie vor geistigen Inhalten (d.h. verschiedenste innere konditionierte Stimuli), vor dissoziativen Persönlichkeitsanteilen, vor Bindung und Verlust von Bindung im Verhältnis zum Therapeuten.
  • Die Phase 2, die Behandlung von traumatischen Erinnerungen, ist ausgerichtet auf die Bewältigung von Phobien vor traumatischen Erinnerungen und von Ängsten, die aufgrund der unsicheren Bindung an den Täter / oder an die Täter entstanden sind.
  • In der Phase 3, der Integration und Rehabilitation, ist die Behandlung ausgerichtet auf die Auflösung der Phobie vor dem täglichen Leben, vor gesünderer Risikoeinschätzung, vor Veränderungsmöglichkeiten und vor Intimität.
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Sieht man speziell die komplexen Traumatisierungen, so sind in der klinischen Praxis diese Phasen sehr flexibel und wiederholen sich immer wieder bis hin dazu, dass es ein wiederkehrendes Bedürfnis gibt, zu den früheren Phasen zurück zu kehren.


Participants

Medical practitioner

Psychologists

Child therapists

Juvenile therapists


Languages

Seminar auf English .


Programm    
Freitag Anmeldung 10.00 Uhr
  Beginn 11.00 Uhr
  Mittagspause 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr
  Abschluss 18.00 Uhr
Freitagabend Gemeinsames Abendessen 19.00 Uhr
     
Samstag Beginn   9.30 Uhr
  Mittagspause 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr
  Abschluss 17.00 Uhr

PIE004-01 (2006 - 20. and 21. January)